
Bagna càuda
Bagna càuda ist eine traditionelle piemontesische Sauce aus den Langhe und dem Roero, die das Wesen der lokalen Bauernküche verkörpert. Zubereitet mit Knoblauch, Sardellen und Olivenöl, wird sie heiß in einer Terrakottaschale serviert, um rohes und gekochtes Gemüse zum Dippen zu verwenden und schafft so Momente der Geselligkeit rund ums Feuer. Es ist das Nationalgericht des piemontesischen Herbstes und Winters.
Zubereitung
- 1
Die Knoblauchzehen schälen und in dünne Scheiben schneiden.
- 2
Die Sardellenfilets unter kaltem Wasser abspülen, um überschüssiges Salz zu entfernen, dann mit Papiertüchern trocken tupfen.
- 3
In einer Terrakottaschale oder einem beschichteten Topf das Olivenöl über sehr niedriger Hitze gießen und den Knoblauch hinzufügen.
- 4
Den Knoblauch etwa 5 Minuten goldbraun und duftend werden lassen, dabei vorsichtig umrühren, ohne ihn zu verbrennen.
- 5
Die Sardellen hinzufügen und mit einem Holzlöffel umrühren, bis sie sich in der heißen Sauce vollständig aufgelöst haben, etwa 3-5 Minuten.
- 6
Mit Salz abschmecken (in Maßen, da die Sardellen bereits salzig sind) und die Chilischote hinzufügen, falls gewünscht.
- 7
In der Zwischenzeit das Gemüse in Stäbchen schneiden oder ganz lassen, wenn es klein ist; roh und gegart zubereiten (rohes Gemüse wird sofort gedippt, leicht blanchiertes Gemüse wird zarter).
- 8
Die Bagna càuda in eine warme Serviersch ale gießen, idealerweise über einer kleinen Flamme oder mit einem Wärmebehälter.
- 9
Sofort servieren und die Gäste einladen, das Gemüse in die heiße, dampfende Sauce zu tunken.
Tipps vom Küchenchef
Es ist wichtig, die Sauce während des Essens auf konstanter Temperatur zu halten: Verwende eine kleine Kerze unter der Schale oder einen Brenner auf niedriger Stufe. Die Qualität des Öls und der Sardellen macht den entscheidenden Unterschied im Endergebnis.